Donnerstag, 4. Oktober 2012

Mittwoch, 12.09.2012 – Von der Mühlen- zur Neuen Levada

Nach der gestrigen (Tor-) Tour haben wir reichlich Schlaf nötig und so fällt das Frühstück mit zehn Uhr etwas spät aus. Doch schon erwacht neuer Tatendrang und statt an dem Tag zu relaxen, wird beschlossen, die nächste Levada zu erkunden.

Wegen der vorgerückten Stunde suchen wir uns eine Levada (eigentlich zwei) in der Nähe aus. In Lombada da Ponta do Sol kommen höhenversetzt zwei Levadas an, welche weit hinten in einem Seitental einen gemeinsamen Ausgangspunkt besitzen.

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Auf der unteren Levada, der Levada do Moinho, führt uns der Weg tief in das Tal. Das Wasser dieser Levada diente ursprünglich dem Antrieb einer Zuckermühle.

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An einigen Stellen muss man recht schwindelfrei sei, denn es gilt abgerutschte Wegstücke auf dem 10 cm breiten Rand der Levada balancierend zu überwinden.

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Die Levada schlängelt sich am Felshang um Bergrücken und Einschnitte und bietet immer wieder neue faszinierende Ausblicke über das Tal.

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Am Wegesrand kann man öfters reife Trauben oder Brombeeren naschen.

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Ganz am Ende ist ein steiler Trampelpfad zu erklimmen, um zur etwas höher gelegenen Levada Nova zu gelangen. Noch wenige Meter weiter ins Talinnere erreicht man einen Wasserrechen, an dem das Wasser der Levada von Laub gereinigt und geteilt wird. Über einen Wasserfall wird die untere Levada do Moinho gespeist.

An dieser Stelle kehren wir um und begeben uns auf den Rückweg entlang der Levada Nova. Der Rand dieser Levada besteht aus einer gut vierzig Zentimeter breiten Betonpiste, welche an steilen Abschnitten durch ein Stahldrahtgeländer gesichert ist. An wenigen noch ungesicherten Abschnitten sind gerade Arbeiten im Gange, um auch hier dem Sicherheitsbedürfnis vieler Wanderer Rechnung zu tragen.

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Der Weg hier ist zwar nicht sehr anspruchsvoll, da gut ausgebaut, aber von der Wegführung recht spektakulär. Es geht entlang steiler Felswände, nur einen Schritt vom Abgrund entfernt, durch einen Felskessel mit Gratisdusche von einem Wasserfall und durch einen recht gut begehbaren Tunnel.

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Leider wird auch hier die Tunneldecke immer niedriger, wie ich schmerzhaft feststellen muss.

Nach unserer Levadarunde erfrischen wir uns bei einem Bad im Meer.

Wie ich vor einer Woche berichtet habe, wollen wir noch einmal das Restaurant in Calheta besuchen.

Die Kellnerin ist sehr erfreut uns wieder zu sehen und empfiehlt uns gleich das Gericht des Tages. Dazu präsentiert sie uns auf einem Tablett verschiedene Arten fangfrischen Fisch. Es soll die Dorade als gegrilltes Filet sein. Als Vorspeise gibt es einen Krabben-Avocado-Cocktail. Wie das letzte Mal sind die Gerichte wieder gut zubereitet und sehr lecker.

Zum Abschied bekommen wir noch gratis einen hausgemachten Mandellikör.

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